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Im Sommer 2005 hatte Wings of Hope eine Gruppe von Jugendleitern und Jugendleiterinnen aus dem kurdisch kontrollierten Nordirak nach Ruhpolding in Oberbayern eingeladen und ihnen dort ein Training in traumazentrierter Kinder- und Jugendarbeit ermöglicht. Was man nicht hoffen konnte, erfüllte sich 12 Monate später im Sommer 2006. Während das restliche Land im Terror versank, organisierten die Jugendleiter von Wings of Hope im Irak ein Sommercamp für traumatisierte Kinder aus Bagdad, Kirkuk und Mossul in einem kleinen Gebirgsdorf des kurdisch kontrollierten Nordirak.
Es ist Wings of Hope gelungen, einen Kreis von ehrenamtlich arbeitenden Jugendleitern aufzubauen, die es als ihre Aufgabe ansehen, den traumatisierten Kindern in ihrem Land Angebote zu machen, die ihnen dabei helfen, ihren schwierigen Alltag leichter zu meistern. Die Kinder erleben, dass es noch etwas anderes gibt als Krieg, Terror und Gewalt und verlieren nicht vollständig den Glauben an eine bessere Zukunft.
Wie unmittelbar die Erfahrungen des Trainings in Ruhpolding umgesetzt worden sind, kann man unter anderem daran erkennen, dass drei geistig behinderte Kinder in die Gesamtgruppe integriert wurden. Das hatten die Jugendleiter aus dem Irak in Deutschland kennen gelernt. Sie setzten es sofort in ihrem Konzept um.
Im Sommer 2006 wurden neue Jugendleiter in Ruhpolding ausgebildet.
(Siehe auch unter Presse: "Auf dem Berg sind alle gleich" und "mit der Wasserpfeife ins Gebirge")