TRAUMAAMBULANZ

Wings of Hope Wings of Hope im Nordirak

Mobile Trauma-Ambulanz: eine Antwort auf das Flüchtlingselend im Nordirak

Die Verlagerung des Großteils der traumatherapeutischen Arbeit aus Bagdad nach Dohuk wurde seit Beginn des Jahres 2006 durch den Projektmanager der Stiftung Wings of Hope Deutschland, Peter Klentzan, koordiniert und begleitet. Dadurch, dass das Team aus der Zeit in Bagdad aufeinander eingespielt war, konnte schon im März die Arbeit wieder aufgenommen werden.

Ein wesentliches Ziel ist, die Familien und Flüchtlinge aus Bagdad und anderen, vom Terror heimgesuchten Städten des Irak, zu unterstützen und ihnen die Neuansiedlung im relativ sicheren, kurdisch kontrollierten Nordirak zu erleichtern. Nach den langjährigen Erfahrungen aus Projekten in Bosnien und Herzegowina, die die Stiftung Wings of Hope Deutschland hier mit einbringt, sehen wir in dieser Region des Irak zurzeit eine realistische Chance für ein friedliches Zusammenleben von Menschen verschiedener Ethnien und Religionen in einem respektvollen Umgang miteinander und in der Achtung ihrer unterschiedli-chen Kulturen und Religion.

Unser Projekt stellt eine ärztliche und therapeutische Versorgung mit einer "Mobilen psychosozialen Ambulanz" sicher. Ein Arzt, eine Krankenschwester, pädagogisch und therapeutisch geschulte Fachkräfte sowie Jugendleiter, suchen in regelmäßigem Turnus die Orte im Bezirk Dohuk und Mossul auf. Mit einem Krankenwagen, der für diese Zwecke entsprechend ausgestattet wurde und neben Medikamenten auch didaktisches und therapeutisches Spielmaterial mitführt, besucht das Wings of Hope-Team die Dörfer und Städte dieser Region. Psychologen, Pädagogen und Jugendleiter bieten je nach Diagnose und Nachfrage Einzel- oder Gruppenarbeit an. Die Mobile Ambulanz arbeitet mit den örtlichen Kirchen, Moscheen, Bürgerzentren und Schulen zusammen und nutzt die vorhandenen Räumlichkeiten vor Ort.

Der Projektpartner Christian Aid Program North Iraq, CAPNI, hat etliche dieser Gebäude in den letzten Jahren renoviert und aufgebaut und öffnet dem Wings of Hope-Team in vielen Fällen die Türen.

drei Menschen in einem Ambulanzfahrzeug Der Projektkoordinator im Irak, Dr. J. E. betreut die Großeltern von drei Kindern, die in der gleichen Zeit im Bürgerzentrum von Telkef, in der psychosozialen Einzel- und Gruppenarbeit "ihre seelische Batterie wieder aufladen können". Die Großeltern und Eltern von kriegstraumatisierten Kindern müssen selbst stabilisiert werden, um ihren Kindern beistehen zu können.

Mobile Klinik Mobile Klinik

Mobile Klinik Auch die kleinen Patienten erhalten hier selbstverständlich die notwendige medizinische Versorgung.