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ist ein 15 Jahre altes Mädchen und lebt in Bagdad im Stadtviertel Aldoura. Sie lebt dort mit beiden Eltern und ihre Familie gehört in Bagdad zur Mittelklasse. Während der gesamten Embargozeit und auch im letzten Krieg war sie immer in Bagdad. Bereits in den ersten Kriegsnächten gerieten Flugabwehrstellungen der irakischen Armee und Ministerien in unmittelbarer Nähe ihres Hauses unter massiven Beschuss durch amerikanische Bomben und Marschflugkörper. Immer wieder erbebte das Haus des Kindes durch die nahen Explosionen. Ein Trommelfell platzte. Suzan begann, massive Depressionen auszubilden, sie entwickelte Angstvorstellungen. Sie kann nicht mehr alleine sein. Sie entwickelt regelrechte Panikattacken, wenn Vater oder Mutter das Haus verlassen müssen. Sie hat stark abgenommen und klagt über Appetitlosigkeit. Sie kann sich in der Schule nicht mehr konzentrieren und wirkt immer sehr angespannt.

ist ein 8 Jahre alter Junge, der mit seinen beiden Eltern im Stadtviertel Alsinaa in Bagdad lebt. Alan kommt aus einem sehr armen Elternhaus. Seine Eltern hatten schon während des Embargos bis zum Beginn des Krieges nicht genügend Geld, um den Jungen adäquat zu verpflegen. Jetzt, im Chaos und der Anarchie der Nachkriegszeit, mangelt es der Familie an fast allem. Alan ist sehr dünn und stark untergewichtig. Im letzten Krieg kam es in der unmittelbaren Nähe von Alans Wohnung zu massiven Angriffen mit Bomben und Marschflugkörpern. Seither reagiert er mit Panikattacken auf das Anbrechen der Dämmerung, er kann nicht einschlafen und nicht durchschlafen. Er weint sehr häufig. Dazu hat er begonnen, zu stottern. Er leidet unter chronischen Kopf- und Bauchschmerzen. In der Schule ist er unaufmerksam, kann sich nicht konzentrieren, kann nicht an seinem Platz bleiben und ist nicht in der Lage, seinen schulischen Pflichten nachzukommen. Oft ist er sehr müde. Er isoliert sich von den anderen Kindern und wirkt häufig stur und uneinsichtig.

ist ein achtjähriger Junge aus äußerst ärmlichen Verhältnissen im Bagdader Stadtviertel Aldoura. Er ist aufgrund der Armut der Eltern seit dem Embargos gegen den Irak untergewichtig und kränklich. Sein körpereigenes Immunsystem ist aufgrund der mangelhaften Ernährung beeinträchtigt und schützt den Jungen nicht mehr ausreichend. Im letzten Krieg ist eine Cruise Missile, während der Junge im Freien spielte, in seiner unmittelbaren Nähe eingeschlagen. Er reagiert seit dieser Zeit insbesondere mit Alpträumen, Flashbacks, Panikattacken und Aggressionen gegen sich selbst. Einige Male hat er sich bereits absichtlich in den Arm geschnitten.
Für alle drei Kinder gilt: Die Situation in Bagdad ist momentan zu gefährlich, zu unsicher und zu instabil, um mit Reprozessierungstechniken zu arbeiten. In den Therapiegruppen, in die die Kinder integriert sind, werden sie stabilisiert, sie lernen Distanzierungstechniken und ihre seelischen Ressourcen werden mobilisiert. Die bedürftigen Kinder erhalten humanitäre Hilfe in Form von Lebensmitteln, Medikamenten und kostenloser ärztlicher Begleitung durch unseren Kinderarzt.