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Orte, Gemeinden, Gemeinschaften bilden und formen in krisenhaften Zeiten!
Das internationale Begegnungszentrum in Bethlehem der lutherischen Kirche von Jordanien und dem Heiligen Land hat vom 6. - 12. November Kirchen- und Menschenrechtsvertreter/Innen aus 22 Nationen eingeladen, sich über dieses Thema miteinander auszutauschen.
Bethlehem war als Konferenz-Ort "gut" gewählt. Die Stadt und die unmittelbaren Nachbarorte sind umgeben von einer 8 Meter hohen Betonmauer, die die israelischen Militärbehörden dort in den letzten zwei Jahren errichtet haben. Die Palästinenser können ohne "Genehmigung" nicht heraus und die Israelis nur mit "Genehmigung" hinein. Eine Genehmigung erhält fast niemand. Die israelischen Freunde/Innen kamen zur Konferenz "illegal".
Unser Projektmanager Peter Klentzan war eingeladen, auf dieser Konferenz die interkulturelle Jugendarbeit unserer Stiftung in Kriegs-, Nachkriegs- und Konfliktregionen vorzustellen. Seinen Vortrag in deutscher und englischer Sprache können Sie bei Interesse gerne downloaden.
Natürlich hat unser Projektmanager die Gelegenheit genutzt, um im Heiligen Land mehr über die Situation der Kinder und Jugendlichen zu erfahren. Beide Seiten wissen wenig voneinander und stecken tief in der Spirale von Vorurteilen, Ausgrenzung und Hass. Die pädagogisch-therapeutische Betreuung von traumatisierten Kindern und Jugendlichen entspricht im hoch entwickelten Israel westlichen Standards und ist in den besetzten palästinensischen Gebieten der so genannten "Westbank" und im "Gazastreifen" so gut wie nicht vorhanden.
Eine Ausnahme ist das internationale Begegnungszentrum in Bethlehem, das Kunst-, Beschäftigungs- und Körpertherapie anbietet.
Auf Wings of Hope werden neue Aufgaben zuzukommen. Das Training und der Erfahrungsaustausch mit dortigen Erziehern/Innen und Lehrern/Innen sind dringend notwendig und erwünscht. Das internationale Begegnungszentrum in Bethlehem würde mit seinen Räumlichkeiten und seinem "Know How" gerne ein Partner werden.
Im Sommer 2006 junge Führungspersönlichkeiten aus Bosnien, dem Irak, Palästina und Israel nach Bayern einzuladen, das würden wir sehr gerne versuchen. Nicht über Politik würden wir uns unterhalten. Wir würden die Erfahrung miteinander teilen...,
...und dann all das wieder in der eigenen Gesellschaft zu nutzen, was man gemeinsam erfahren und gelernt hat. Ein großes Projekt, über das wir nachdenken. Wir halten Sie auf dem laufenden, was daraus wird.